Wie man Bilanzen wirklich versteht

Zahlen allein erzählen nur die halbe Geschichte. Wir zeigen, wie Sie Jahresabschlüsse so lesen, dass Sie die echten Chancen und Risiken dahinter erkennen – nicht nur für Prüfungen, sondern für kluge finanzielle Entscheidungen.

Mirja Steinbach, Finanzanalystin und Dozentin

Lernen von jemandem, der täglich mit Zahlen arbeitet

Mirja Steinbach hat fünfzehn Jahre in der Finanzanalyse verbracht, bevor sie angefangen hat zu unterrichten. Sie kennt die Tricks, mit denen Unternehmen ihre Zahlen präsentieren – und sie weiß, worauf man wirklich achten muss.

„Die meisten Leute denken, Bilanzanalyse ist trocken", sagt sie oft. „Aber wenn man einmal verstanden hat, was die Zahlen bedeuten, fängt man an, Geschichten zu sehen. Man erkennt, ob ein Unternehmen solide aufgestellt ist oder ob da nur geschickt aufgeblasen wird."

In ihren Kursen gibt es keine sterilen Formeln auswendig zu lernen. Stattdessen arbeitet sie mit echten Fällen aus ihrer Zeit als Analystin – Situationen, wo Unternehmen gut aussahen auf dem Papier, aber die Zahlen etwas anderes flüsterten.

Vier Prinzipien, die jeden Unterschied machen

Diese Ansätze helfen unseren Teilnehmern, komplexe Finanzberichte nicht nur zu verstehen, sondern auch fundierte Entscheidungen daraus abzuleiten.

Kontext vor Kennzahlen

Eine Eigenkapitalquote von 30% kann großartig sein – oder besorgniserregend. Erst wenn man die Branche kennt, die Strategie versteht und die Entwicklung über Zeit betrachtet, wird die Zahl aussagekräftig.

Querverbindungen erkennen

Eine steigende Umsatzrendite bei gleichzeitig wachsendem Forderungsbestand? Das kann ein Warnsignal sein. Wir zeigen, wie man diese Zusammenhänge findet, die oft mehr verraten als einzelne Positionen.

Kritisch hinterfragen

Bilanzen folgen Regeln, aber es gibt Spielräume. Bewertungsmethoden, Rückstellungshöhen, Abschreibungsdauer – wir schauen genau hin, wo Gestaltungsspielraum genutzt wird und was das bedeutet.

In Szenarien denken

Statt einzelner Prognosen entwickeln wir unterschiedliche Zukunftsbilder. Was passiert, wenn die Konjunktur kippt? Wie robust ist die Finanzierung bei steigenden Zinsen? Diese Fragen machen den Unterschied.

Finanzanalyse Arbeitsbereich mit Dokumenten und Notizen

Was Sie in unseren Programmen lernen werden

  • Wie man Geschäftsberichte so liest, dass man die Strategie des Unternehmens versteht, nicht nur die Zahlen kopiert
  • Welche Warnsignale in Bilanzen versteckt sein können – und wie man sie findet, bevor andere es tun
  • Wie man unterschiedliche Bewertungsansätze erkennt und vergleicht, ohne sich in Details zu verlieren
  • Wie man aus Jahresabschlüssen praktische Empfehlungen ableitet, die in der realen Geschäftswelt Bestand haben
  • Welche Tools und Quellen Profis nutzen – und wie man sie effektiv einsetzt
Kursprogramm ansehen

So könnte Ihr Lernweg aussehen

Unsere nächsten Intensivkurse starten im Oktober 2025. Der Aufbau folgt einem bewährten System, das Sie schrittweise zum eigenständigen Analysieren bringt.

Grundlagen schaffen

Wir beginnen mit dem Aufbau von Bilanzen und GuV. Nicht theoretisch, sondern anhand eines mittelständischen Unternehmens, das wir über mehrere Jahre verfolgen. Sie sehen, wie Geschäftsentscheidungen sich in Zahlen niederschlagen.

Kennzahlen mit Bedeutung

Dann kommen Rentabilität, Liquidität und Stabilität ins Spiel. Aber nicht als Formelsammlung. Sie lernen, welche Kennzahlen in welcher Situation wirklich zählen und wie man sie zueinander in Beziehung setzt.

Vergleichen und bewerten

Jetzt wird es spannend: Sie analysieren verschiedene Unternehmen derselben Branche. Welche Unterschiede fallen auf? Was sagen sie über die Geschäftsmodelle? Hier entwickeln Sie das analytische Auge.

Kritische Fälle durcharbeiten

Am Ende kommen die kniffligen Situationen: Unternehmen vor großen Veränderungen, mit komplexen Finanzierungen oder in Krisenphasen. Das sind die Fälle, die zeigen, ob Sie's wirklich drauf haben.

Gemeinsames Lernen und Diskussion von Finanzthemen

Warum der Ansatz funktioniert

  • Kleine Gruppen mit maximal zwölf Teilnehmern – so bleibt Zeit für individuelle Fragen und Diskussionen
  • Reale Fälle statt Lehrbuchbeispiele, die alle Ecken und Kanten geglättet haben
  • Feedback zu Ihren eigenen Analysen, damit Sie sehen, wo Ihr Blick schon geschärft ist und wo noch nicht
  • Zugang zu Datenbanken und Tools, die Sie auch nach dem Kurs weiter nutzen können
  • Eine Lerngemeinschaft, die auch nach Kursende bestehen bleibt – viele Teilnehmer tauschen sich Jahre später noch aus
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